Basel,  5. Mai 2002

Im Mai 2000 hatte ich zum ersten Mal an dem 12 Stundenlauf in Basel teilgenommen. Es war für mich wirklich ein einmaliges Ereignis und ich hatte mir vorgenommen wieder mitzumachen. Aus diesem Grund war ich auch ein wenig entäuscht als 2001 kein Lauf statt fand. Man hatte sich, gemäss Angaben des Sri Chinmoy Marathon Teams, nicht mit den Verantworlichen der Sportanlage Grün-80/St. Jakob über organisatorische Aspekte einigen können. Schade!

Für das Event in 2002 hatte ich aus diesem Grund bereits sehr früh die Anmeldeunterlagen im Haus. Leider sah es durch meine geschäftlichen Tätigkeiten danach aus, dass eine Teilnahme nicht möglich sein sollte. Dazu kam noch, dass ich nicht einmal eine Monat vorher am Marathon des Sable dabei war.

Nun, es kam anders, die Einführung eines Projektes wurde verschoben und ich erholte mich besser als erwartet vom MDS. Trotz Anmeldeschluss und ein wenig Wiederstand in meiner Umgebung (keine Namen) konnte ich mich noch nachmelden. Ich war wirklich sehr froh!

Am 4./5. Mai 00:00 Uhr war der Start. Die 24 Stünder, die 12 Stunden vor uns - Junioren - gestartet waren, hatten einen Riesenpech mit dem Wetter, es regnete die ersten 12 Stunden fast ohne Unterbruch. Es war sogar so schlimm, dass der Versuch eines südamerikanisches Laufasses (mehrfache 24 Std. Weltmeister) den Weltrecord für 24 Stunden mit 240,xx Km zu brechen nach 12 Stunden vorzeitig abgebrochen wurde (immerhin noch 140 Km.!!). Die Götter waren mit uns, die 12 Stunden Junioren! Nach einigen kurzen Regenschauern war es bis zum Ende trocken!

Der Parcours war ein flaches Rechteck mit pro Runde 1141.86 Meter. Die Strecke war asphaltiert bezw. gepflastert und beleuchtet. An einer Seite waren die Zelte für die Zähler und Verpflegung aufgestellt. Dank guter Kondition und der Erfahrung von mittlerweile 22 Marathons konnte ich die ersten 6 Stunden ohne Unterbruch rennen. Danach beschloss ich zwei Seiten des Rechtecks zu rennen und zwei Seiten zu marschieren. Pausen habe ich keine gemacht. Mein Ziel (Wunsch) war es in 12 Stunden 100 Km. hinter mich zu bringen. Gemäss meinen Berechnungen sollte das auch möglich sein. Am Schluss wurde es jedoch knapp und die letze 5 Runden bin ich wieder ganz gerennt. Trotz das ich zunehmend Zweifel hatte ob die 100 Km drinliegen würden, habe ich bis zum bitteren Ende durchgehalten. Dank der Anfeuerungen der Zähler und anderer Helfer blieb jedoch die Hoffnung am Leben! Der letzte Runde habe ich dann noch mal richtig Gas gegeben, trotz das ich jeden einzelnen Muskel spürrte, weil es mir als untragbar vorkam, dass das Rennen mit Sicht auf die 100 Km Anzeigetafel zu Ende gehen würde!

Einige Resultate: Marathondistanz (37 Runden): 04:33:23, 50K (44 Runden): 05:34:08. In 6 Stunden: 52.50 Km. (46 Runden) in 12 Stunden: 100,252 Km (88 Runden). Im Klassement Herren bis 50 Jahre endete ich als 9. von ca. 30 Teilnehmer. Anders als vor 2 Jahre gab es keine Klasse Herren 45-50 sonst hätte sicher wieder eine Auszeichnung bekommen (4. in 2000). Für mich war das Erreichen von > 100 Km jedoch viel wichtiger!

Die Stimmung war wieder einmalig! Man lernt sich richtig kennen. Die Betreuung musterhaft und freundlich, es waren sehr viele Helfer und Helferinnen im Einsatz. Sicher ein Event das in meinem Kalender bleiben wird, wer weiss auchmal 24 Stunden (Karola meint übrigens das ich das bereits lange beschlossen habe und wie recht sie doch hat!).

 

 
 
 
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