Maranello, 17. Oktober 2004

Bereits in März 2004 hatten Igor und ich uns für den "Enzo Ferrari Memorial Marathon" eingeschrieben. Dieser Lauf startet in Maranello wo sich der Hauptsitz der Ferrari-Werke befindet. Auch gibt es dort das Ferrari-Museum, das wir leider - aus Zeitgründen - nicht besuchen konnten. Dass Igor mit Familien-Name ebenfalls Ferrari heisst, und noch dazu einen Teil seiner Jugend in dieser Gegend verbracht hat, war dies für uns eine extra Motivation, an diesem Lauf teilzunehmen.

Am Samstag fuhren wir von Basel - über den Gotthard - nach Frasinoro, ein Bergdorf ca. 60 km von Maranello. Dieses schöne Dörfchen ist die Heimat von Igors Familie. Der Empfang war sehr gastfreundlich! Nach einem ausgezeichneten Nachtessen ging es recht früh ins Bett.

Am Sonntagmorgen wurden wir von Igors Bruder rechtzeitig nach Maranello gefahren, wir mussten noch die Startunterlagen abholen. Vor dem Start des Marathon war noch - in zwei Events - der Start der Skater und die der Handbikes. Mit Respekt haben wir die Fahrer und ihre Maschinen bewundert, durchtrainierte Fahrer mit Hightech Fahrzeugen. Schade, dass die lang vor uns weg und im Ziel sein würden, somit gab es keine Gelegenheit sie in Aktion zu sehen.

Der Marathonstart war um 09:20 Uhr. Ca. 500 Läufer hatten sich versammelt. Das Wetter war prima, in der Nacht hatte es geregnet, am Morgen kam jedoch die Sonne durch. Igor und ich hatten vereinbart, in der letzten Reihe zu starten, sodass wir mit eventuellem Überholen etwas Motivation ergattern konnten.

Die Strecke ist absolut flach (eben die Po-Ebene) und besteht aus mehreren langen Teilstücken, die weitgehend verkehrsfrei sind. Die Verpflegungsposten sind gut bestückt. Die Route geht von Maranello, durch Modena nach Carpi. Unterwegs gibt es einiges zu sehen. Es geht durch alte Stadtzentren mit einigen Castellos (u.A: dem ehemaligen Herzogs-Sitz (jetzt Militär-Akademie)) und anderen historischen Gebäuden. Publikum gibt es nicht viel, vielleicht auch weil wir ziemlich am Ende laufen.

Bis auf die letzte 2-3 km sind Igor und ich zusammen gelaufen und dies in einem sehr ruhigen Tempo. Das Hauptziel war es, den ganzen Lauf zu rennen. Dieses Ziel haben wir fast erreicht. Igor war offensichtlich doch etwas zu schnell gewesen und musste die letzte 2-3 km gehen. Ich bin dann bis zum Schluss gerannt.

Ca. einen Monat vor dem Start hatte ich bei einem leichten Gartenunfall meinen linken grossen Zehen gebrochen und hatte über 2 Wochen nicht trainieren können. Trotzdem fühlte ich mich gut und hatte mit dem Zehen keine Probleme. Zu sagen ist, dass ich aus diesem Grund bewusst etwas verhaltener gelaufen bin.

Meine Zwischenzeiten waren 01:05:57, 01:08:36, 01:08:04, 01:12:52 und 12:32, Gesamtzeit 04:49:12.

Nach der Ankunft sind wir wieder zurück nach Frasinoro gefahren wo wir - nach einem Apéro in der Dorfbeiz - wiederum einen schönen Abend bei Igors Eltern hatten. Am Montagmorgen fuhren wir dann wieder zurück nach Basel.

Vor allem durch die erfahrene Gastfreundschaft war dieser Lauf ein wirklich einmaliges Erlebnis. Ich hoffe, dass ich Igor im 2005 wieder zur Teilnahme motivieren kann!

 

 
 
 
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