Basel, 26. Oktober 2002

Basler zum Vierten!

Nur diesmal anders. Nach einer ziemlich intensiven Trainingswoche, 7 Tage hintereinander einen Halbmarathon, bekam ich leider eine Verletzung am linken Bein. Wie es sich anfühlte eine Nervenentzündung. Damit ich nicht auf Bewegung verzichten müsste, begann ich mit RaceWalking, zu deutsch "Schnellgehen". Nach einer kurzen Identitätskrise bekam ich Spass daran und beschloss die Sache seriös anzugehen. Ueber Internet beschaffte ich mir das Buch "Racewalking" von David McGovern, einer der bekanntesten Persönlichkeiten auf diesem Gebiet. Weiter hatte ich die Möglichkeit den 20. IAAF Weltcup Racewalking in Turin zu besuchen (wir waren in Graubünden/Engadin in den Ferien). Nach einigem an Training (mit viel Berg/Pass-Gehen) beschloss ich in Basel den Halbmarathon im RaceWalking-Style zu laufen.

So gesagt, so getan!

Das Wetter war, wie immer am "Basler" schön, eine herbstliche Sonne und ziemlich Wind. Der Start war schwierig: meine Beine verkrampften und meine Füsse schmerzten. Zum Glück ging das nach ca. 5 Km. vorbei. Es war eine eigenartige Erfahrung kurz vor dem Besenwagen zu laufen, jedoch war ich nicht der Letzte! Ich konnte einen sehr gleichmässige Geschwindigkeit halten (07:41/Km). Für mein Gefühl habe ich die ganze Strecke mehr oder weniger technisch korrekt gelaufen (immer ein Bein am Boden und das "Gehbein" gestreckt ab Aufsetzen bis senkrecht unter dem Körper). Die letzten 5 Km. schmerzten die Muskelansätze in meinen beiden Kniekehlen ziemlich. Es ist sicher noch viel Training angesagt.

Für die Zuschauer war es nicht klar was ich eigentlich am machen war. Ich freute mich über einigen Beifall. Bei der Ankunft - ich war alleine auf der Bahn vor dem Ziel - gab es eine peinliche Stille, der Speaker - und dadurch die Zuschauer - wussten offensichtlich nicht was sagen. Naja, mich liess das ziemlich kalt. Ich werde mal ein aufklärendes Mail schreiben.

Ueber das Resultat meines ersten 20er (02:42:09) bin ich zufrieden. Das erste Ziel wird einen Halbmarathon-Zeit unter 2.5 Stunden sein, sodass ich einen Marathon unter 5 Stunden schaffe. Noch zu erwähnen ist, dass ich in der Kategorie RaceWalking Männer der Erste war!

 
 
 
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